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Elite Women’s Hockey League

Eagles Südtirol holen Bronze in der EWHL

In sieben Jahren Teilnahme an der EWHL und seit es ein Finalturnier gibt, haben die Eagles nunmehr fünf Medaillen geholt


Bozen, 24.02.2019 – Im steirischen Kapfenberg fand am Wochenende das Finalturnier der besten vier Mannschaften der Elite Women’s Hockey League statt. Erst zum zweiten Mal seit Einführung des Turniers nahmen daran Vertreter aus vier verschiedenen Nationen teil: Vienna Sabres (AUT), KMH Budapest (HUN), Aisulu Almaty (KAZ) und Eagles Südtirol (ITA).

Die Südtirolerinnen stiegen als Viertplatzierte ins Geschehen ein und mussten versuchen über einen Sieg über den Tabellenersten Vienna Sabres – jene Mannschaft, die seit Jahren die EWHL beherrscht – ins Finale vorzustoßen. Aufgrund verschiedener Ausfälle mit nur zwei Linien angereist, hatten die Eagles durchaus mehr vom Spiel und entscheidende Feldvorteile, erneut konnte man aber die höhere Schussanzahl zu wenig in Tore umsetzen. Nachdem die Wienerinnen ungefähr zu Mitte des Spiels schon mit 3:0 in Führung lagen, setzten die Eagles zur Aufholjagd an und kamen mit Toren von Eleonora Bonafini und Hanna Elliscasis zunächst auf 3:2 und nach dem zwischenzeitlichen 4:2 für Wien, mit einem Abstauber von Valentina Bettarini noch zum 4:3 heran. Eine Minute vor Spielende trafen die Sabres dann noch ins leere Tor und legten 15 Sekunden vor Ende noch einen Treffer nach. Damit mussten sich die Eagles trotz 37:25 Schüsse mit dem kleinen Finale begegnen. Das Endergebnis von 6:3 fiel aber deutlich zu hoch aus und entspricht nicht dem Spielverlauf.

Am Sonntag kreuzten die Eagles mit dem kasachischen Vertreter Aisulu Almaty die Schläger, die von KMH Budapest nur knapp mit 1:0 besiegt worden waren. Gegen Almaty haben die Eagles in dieser Saison eine negative Bilanz: von drei Spielen wurden zwei verloren. Wie schon gegen Wien waren die Eagles die aktivere Mannschaft. Den glücklichen Führungstreffer erzielten aber die Kasachinnen. Damit war genau eingetreten, was man vermeiden wollte, denn einmal in Führung riegeln die Asiatinnen für gewöhnlich alles ab. Es dauerte aber nur zwei Minuten bis Eleonora Bonafini Aisulu Almaty’s Goalie – sie wurde am Ende als beste der EWHL ausgezeichnet – überwinden konnte.
Bis zur Hälfte der Begegnung wogte das Spiel hin und her und es waren beide Torfrauen, die im Mittelpunkt des Geschehens standen. Aisulu verursachte zu viele Strafen und das sollte sich rächen. Hanna Elliscasis stelle in Überzahl auf 2:1 indem sie einen Schuss von Franziska Stocker von der blauen Linie unhaltbar abfälschte. Knapp zwei Minuten später überlistete Shelby Perry mit einem Haken zunächst die kasachische Verteidigerin und dann auch Goalie Daria Dimitryeva. Damit war der Widerstand von Aisulu fast gebrochen. Den Schlusspunkt setzte erneut Hanna Elliscasis, erneut in Überzahl.
Als vierte Mannschaft ins Rennen gegangen, holten die Eagles in zwei überzeugenden Auftritten Bronze, das einzige Edelmetall, das in der Sammlung noch fehlte.
Der Sieg ging an KMH Budapest, das die Wienerinnen mit 5:3 besiegen konnte. Zugute kam den Ungarinnen ein Blackout der Sabres bei dem sie sich drei Tore in zwei Minuten einschenken ließen. Der Siegerpokal wandert damit zum ersten Mal nach Ungarn, in den Trophäenschrank der einzigen Profimannschaft der EWHL.
Weiter geht es am Samstag, 2. März mit den Play Offs in der italienischen Meisterschaft. Im Halbfinale in Neumarkt treffen die Titelverteidigerinnen um 14 Uhr wie schon im Vorjahr auf die Lakers.

  

Details EVH Sabres – Eagles Südtirol

http://www.eishockey.at/de/s/livescores/?gameId=05d06e21-d4ec-48ff-8976-edce287c3886&divisionId=3525&season=null

 

Details Aisulu Almaty – Eagles Südtirol www.eishockey.at/de/s/livescores/