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Federazione Italiana Sport Del Ghiaccio
Elite Women’s Hockey League

EWHL – Final Four / Die Eagles müssen den Sabres den Vortritt lassen

Das Finalturnier in Neumarkt am vergangenen Wochenende war Werbung pur für das europäische Fraueneishockey. Gewonnen hat letztlich jene Mannschaft, die sich über den gesamten Saisonverlauf souverän präsentiert hat


Foto: Mary Alberghina

Nach 2011 und 2012 holen die Vienna Sabres seit der Gründung der EWHL im Jahre 2004 also zum dritten Mal den begehrten Pokal. Im Vorjahr waren sie überraschend aus dem Kampf um den Titel ausgeschieden, diesmal gingen die Wienerinnen hoch konzentriert ans Werk. Nicht zuletzt weil der Gegner höchste Konzentration abverlangte.

In den EV Bozen Eagles haben sie im Finale allerdings einen ebenbürtigen Gegner gefunden. Wenigstens über hundert Minuten in zwei Spielen. 

Die Sabres könnten den Drei-Tore-Vorsprung aus dem Samstagspiel bequem verwalten, aber im Unterschied dazu lassen sie sich nicht im eigenen Drittel einschnüren und starten viel offensiver. Die üblichen „Verdächtigen“ Anna Meixner und Esther Kantor finden auch gleich mehrere gute Chancen vor, aber Eagles-Goalie Daniela Klotz bestätigt die bestechende Verfassung vom Tag zuvor und lässt sich nicht bezwingen. Die Sabres-Torhüterin Victoria Vigilanti ist allerdings ebenfalls auf der Hut und lässt keinen Torjubel zu obwohl sich auch die Eagles einige gute Chancen erarbeiten, die meist allerdings zu kompliziert vorgetragen werden.

In der 17. Spielminute gehen die Sabres dann in Führung. Anna Meixner wird nicht konsequent gestört und schießt die Scheibe zwischen drei Gegenspielerinnen durch unter die Querlatte. Dann kommen auch die Eagles besser ins Spiel aber es dauert bis zur 34. Spielminute bis der Ausgleich fällt. Nadia Mattivi haut von der blauen Linie drauf und die Scheibe findet an Freund und Feind vorbei den Weg ins Tor. Die Eagles glauben an ihre Möglichkeiten und schmeißen alles nach vorne. Ein gefundenes Fressen für die Sabres, die laufend ihre beste Waffe einsetzen können: Steilpass auf Anna Meixner oder Esther Kantor. Im Schlussdrittel präsentieren sich Meixner und Kantor plötzlich alleine vor dem Tor, Daniela Klotz wehrt den Abschluss von Anna Meixner und gleich auch den Versuch von Esther Kantor ab. Das Spiel steht auf sehr hohem Niveau, wenn auch weit weniger von Taktik geprägt wie am Tag vorher. Am Ende kommt es unter den wachsamen Augen von Verbandspräsident Andrea Gios, der lobende Worte für das hohe Niveau findet, dem Präsidenten des Landeskomitees Christian Trettl  und Landesrätin Martha Stocker aber wie immer: fünf Minuten Irrsinn und die Sabres schlagen eiskalt zu. Zwischen der 53. Und 57. Spielminute erzielen Esther Kantor und Anna Meixner drei weitere Tore – davon zwei in Überzahl - und stellen damit klar, wer die beste Mannschaft der EWHL ist. 

Die Eagles freuen sich dennoch über die Silbermedaille, denn einmal Gold und einmal Silber in drei Saisonen ist ein stolzer Erfolg und eine Bestätigung für das vor drei Jahren begonnene Projekt. Besonders wenn man die Möglichkeiten bedenkt.

 

Vienna Sabres – EVB Eagles 4:1 (1:0)(0:1)(3:0)

Tore: Anna Meixner (SAB – 16:34), Nadia Mattivi (EAG– 33.54), Esther Kantor (SAB – 52.53- PP), Anna Meixner (SAB – 55:03), Anna Meixner (SAB – 56:39 - PP)

Mannschaftsaufstellungen:

Vienna Sabres: Victoria Vigilanti (Nicole Arnberger), Valentina Bettarini, Regan Boulton, Katharina Hybler, Ines Kropf, Katharina Heuberger, Anna Meixner, Kaitlin Spurling, Charlotte Wittich, Susanne Schemmerl, Esther Kantor, Monika Vlcek, Anna Hanser, Nadia Granitz

Eagles: Daniela Klotz (Magdalena Höller), Nadine Zaccherini, Linda De Rocco, Elena Ballardini, Michelle Masperi, Franziska Stocker, Nadia Mattivi, Anita Muraro, Anneke Orlandini, Chelsea Furlani, Jordanna Peroff, Anna De La Forest, Eleonora Dalprà, Carola Saletta, Beatrix Larger, Samantha Gius, Eleonora Bonafini, Mia Campo Bagatin, Federica Zandegiacomo, Silvia Carignano

Strafen: Sabres 10 – Eagles 8

Torschüsse: Sabres 28 – Eagles 26