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Elite Women’s Hockey League

Eagles Südtirol: Erster Schritt zur erfolgreichen Titelverteidigung geglückt

Obwohl dem frischgebackenen EWHL-Meister drei Kaliber im Kader fehlten, ließ er gegen Finalgegner Alleghe nichts anbrennen


Die überragende Chelsea Furlani erzielte vier Treffer (Foto Simone Femia)

 

Bozen, 25. März 2017 - Nach sieben Jahren versucht erstmals wieder nicht eine Mannschaft aus Turin den Eagles den Italienmeistertitel streitig zu machen. Das ist schon mal eine Besonderheit in dieser Finalserie.

Mit Eleonora Dalprà, Hanna Elliscasis und Nadia Mattivi musste Coach Fredy Püls gleich drei wichtige Spielerinnen vorgeben. Die beiden US-Girls Nicole Renault und Melissa Piacentini sind schon in die Heimat zurückgekehrt und standen somit auch nicht zur Wahl. Somit musste die junge Garde der Eagles dieses Mal besonders Verantwortung übernehmen. Angetrieben von ihrem überragenden Kapitän Chelsea Furlani, ist das Experiment voll gelungen. Sieht man vom ersten Drittel ab.

In den ersten zwanzig Spielminuten lief beim Titel wenig bis gar nichts zusammen: Pässe ins Leere, mangelnde Konzentration auf der einen und ein aufopfernd kämpfender Gegner, der seine Chance nutzen wollte, lassen nicht wirklich ein gutes Spiel aufkommen. Ob es mangelnde Motivation nach dem Sieg in der EWHL ist, oder ob die – erneut Fragen aufwerfenden - Einberufungen in die Nationalmannschaft Einfluss darauf haben, lässt sich schwer ergründen. Die Eagles Südtirol haben zwar eindeutig mehr vom Spiel, aber der Schlendrian verhindert einen Torerfolg. Auf der Gegenseite weiß die überraschend aufgebotene Daniela Klotz im Tor der Eagles Schlimmeres zu verhindern.

Die Standpauke von Fredy Püls in der ersten Drittelpause – er spricht richtig von einer Mannschaft mit zwei Gesichtern - zeigt  aber Wirkung. Die Adler kommen wie verwandelt ins Spiel. In der zweiten Spielminute bricht Chelsea Furlani endlich das Eis und bringt ihre Mannschaft in Führung. Von diesem Augenblick an beginnt das Spiel besser zu laufen. Die Folge ist der zweite Treffer durch Eleonora Bonafini im Powerplay. Nur 19 Sekunden später erzielt erneut Chelsea Furlani den dritten Treffer. Gegen ihren Schuss ins Kreuzeck hat Elisa Biondi keine Chance. Bei Alleghe schwindet damit auch etwas die Zuversicht. Viele Strafen behindern zudem eine mögliche Aufholjagd. Noch im Mitteldrittel setzen die Eagles, erneut durch Chelsea Furlani noch einen drauf und gibt dem Spiel endgültig eine Richtung.

Im Schlussdrittel bringt Fredy Püls Martina Marangoni statt Daniela Klotz im Tor. Alleghe versucht den Umstand des „kalten“ Torwarts zu nutzen und mobilisiert nochmals Kräfte, aber Tina macht ihre Sache hervorragend und bleibt im Kasten souverän. Dafür erzielt Kapitän Chelsea Furlani ihren vierten persönlichen Treffer des Abends und Eleonora Bonafini setzt der Begegnung durch ihr zweites Tor endgültig den Deckel drauf. Der Treffer wird von Hannah Peer fein herausgespielt, Bonafini muss die Scheibe nur noch über die Linie schieben.

Etwas weniger als eine Minute vor Schluss gelingt Alleghe durch Silvia Toffano dann doch noch ein Tor, das aber zu diesem Zeitpunkt nur noch Ergebniskosmetik ist.

Weiter geht es am kommenden Samstag, den 1. April mit dem zweiten Spiel der Best-of-Three-Serie.

Bleiben die Eagles in dieser Partie auf Kurs, ist der 15. Meistertitel, der achte in Folge, Tatsache.

 

Die Details zum Spiel:

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