Hockey Academy
Federazione Italiana Sport Del Ghiaccio
Elite Women’s Hockey League

Hockey Academy

Eishockey ist der schnellste Mannschaftsport der Welt: geballte, Kraft, Taktik, Technik und Disziplin sind die bedeutendsten Erfolgsfaktoren.

Und Eishockey ist eine Kampfsportart. So wie die Spieler auf dem Eis für ihre Siege kämpfen, tun es die Vereinsvorstände hinter den Kulissen, um Kindern und Jugendlichen sinnvolle Freizeitgestaltung - und in manchen Fällen auch mehr - zu ermöglichen. Die EVB Hockey Academy hat aber darüber hinaus auch eine weiterreichende Mission: über die Vermittlung der Bedeutung von Werten wie Disziplin, Toleranz, Gruppendenken und Einsatz für den anderen leistet er einen wesentlichen Beitrag zur gesunden sozialen Entwicklung. Werte, die in einer Gesellschaftsstruktur, die immer mehr von Egoismus geprägt ist, etwas gelten.

Integration von Schule und Eishockey

Das Projekt „Bolzano – Bozen Hockey Academy“ entspringt der Ideenschmiede einiger eishockeybegeisterter, besonders motivierter Menschen, Querdenker, die ihre ganze Kraft und ihren ganzen Enthusiasmus in den Dienst einer Sache stellen wollen: die Weiterentwicklung des Jugend-Eishockeys. Das Projekt fußt auf einer detaillierten, konkreten Grundlage und wird ohne hochtrabende Erklärungen angestoßen. Devise ist „Low Profile“ und schrittweise Entwicklung. Das Projekt steht allen Menschen offen, die dieses Interesse und den Enthusiasmus dafür teilen.

An Ideen,  Empfehlungen und Ratschlägen hat es wahrlich nicht gefehlt. Die spontan entstandene Arbeitsgruppe hat wochenlang Wege und Möglichkeiten ausgelotet, die am besten geeignet sind um der Jugendarbeit im Eishockey in der Stadt jenen Glanz zurückzugeben, den er durchaus einmal hatte. Jene Ideen, die zum jetzigen Zeitpunkt als verwirklichbar erscheinen, flossen in die Projektphilosophie ein, die in kürzester Zeit definiert wurde, um den positiven Schwung zu bündeln und nicht zu verlieren. Die Philosophie hat einen Grundgedanken, den alle, die sich an ihrer Entwicklung mitgearbeitet haben teilen: niemand ist gewillt dem Schwanengesang der städtischen Eishockeybewegung tatenlos zuzuhören.

Die Ideenschmiede kann auf die wertvolle fachliche Unterstützung durch das Sportlyzeum „Toniolo“ und die Begeisterung einiger ehemaliger Bozner Eishockeygrößen bauen.

Das Projekt ist etwas Lebendiges, das sich stets neu erfindet. Die Umsetzung der Ideen ist nicht das Ziel, es ist erst der Start.

Das Potential und die 10 Säulen

Gestartet ist man von einer historisch angelegten Analyse der positiven und negativen Seiten und vor Allem des Verbesserungspotentials des Jugendeishockeysports in Bozen. Es wurden dabei auch Spieler befragt, die in Bozen Spuren hinterlassen haben und solche die noch heute aktiv sind, im Versuch jene Aspekte herauszuschälen, die allen direkt Beteiligten unter den Nägeln brennen. 

Eine Gewissheit hat sich dabei stark herauskristallisiert: gerade in einem Moment der Rezession im Eishockey, wie wir sie zurzeit erleben, ist der Nachwuchs von enormer Bedeutung. Der Nachwuchs muss aber erst wirklich strukturiert und auf eine Ebene gehoben werden auf der sich Sport und Bildung verbinden lassen. 

Die Ideen wurden in 10 Thesen zusammengefasst, welche die Eckpfeiler dieser, wenigstens für die Stadt Bozen, innovativen Initiative bilden. Es ist ein kleiner Schritt, um einen Beitrag für eine andere Sichtweise des schönsten Mannschaftssports der Welt zu leisten. 

  1. Der EV Bozen stellt die reglementarische Grundlage für das Projekt dar und stellt seine Tätigkeit unter das Dach der HOCKEY ACADEMY BOLZANO-BOZEN, welche zur offiziellen Vereinsmarke im Jugendbereich wird.
  2. Die Kinder und Jugendlichen stehen im Mittelpunkt der Tätigkeit. Ihnen will man über die Vermittlung von Regeln, Werten und Bildungschancen, Entwicklungsmöglichkeiten bieten und zwar sowohl in menschlicher als auch sportlicher Hinsicht.
  3. Eltern und Verein kooperieren in der Erziehungsarbeit auch abseits der Eisfläche.
  4. Das Projekt trägt sich dank der Mitgliedsbeiträge, Sponsoren, der Beiträge der öffentlichen Hand und der Einlagen der Gesellschafter selbst.
  5. Progressive Entwicklung des Jugendbereichs über moderne Ausbildungskonzepte mit dem Ziel die Leistungsträger von morgen heranzubilden. Nutzung von Synergieeffekten, etwa mit der USSA (Verband der Südtiroler Sportvereine) und den von ihm organisierten Eislaufkursen.
  6. Schaffung von Synergien mit dem Territorium, den Behörden und den Interessensträgern, welche Vision und Mission des Projekts teilen
  7. Sonderinitiativen zur Steigerung der Gruppendynamik. Sommercamps, andere gemeinsame Initiativen
  8. Einstellung qualifizierter Trainer, welche Spielregeln und Werte vermitteln, die sowohl auf dem Spielfeld als auch außerhalb Bedeutung haben und zur unbeschwerten Entwicklung der Kinder und Jugendlichen beitragen.
  9. Schaffung von Synergien mit dem wissenschaftlichen Sportlyzeum „G. Toniolo” welches die Verantwortung für alle Initiativen im Bildungsbereich übernimmt
  10. Mittel- bis langfristig Schaffung einer „Eishockey-Klasse“ im Rahmen dieser Schule, um die Grundlagen dafür zu schaffen, dass die Jugendlichen Sport und Ausbildung in bestmöglicher Weise verbinden können und im Zeichen flexibler Unterrichtsgestaltung, Trainingsstunden nutzen können, die ansonsten brach liegen, wie es etwa in Nordamerika schon seit langem praktiziert wird.